Kindheit in Kreuzburg

Erinnerung an Kreuzburg

Einfügen: Stadt an der grünen Grenze, (Kreuzburg O.S. um 1930) Gouache. Als Malunterlage diente ein Stadtplan aus jenen Jahren, (31,5cm x 41cm), sig.,2000
  • Heinz Piontek wurde immer wieder gefragt, warum er nach dem Krieg nicht mehr seine schlesische Geburtsstadt Kreuzburg besucht hat. Der Schriftsteller erklärte diese Entscheidung damit, dass Kreuzburg seine Vaterstadt und Heimat bleibt, aber nicht mehr sein Zuhause. Mit „Zuhause“ meinte Piontek nicht nur Natur, Gebäude, Straßen sondern die geliebten und bekannten Gesichter, den Kreuzburger Menschenschlag und seine Atmosphäre. Dass diese Stadt nun polnisch ist und Kluczbork heißt „hindern mich jedoch nicht, nach Kreuzburg, nach Schlesien, nach dem Osten zurückkehren, kraft meiner Erinnerung, wann immer ich will, auch mit Hilfe dessen, was ich über meine Heimat geschrieben habe.“ Und Heinz Piontek hat sehr viel geschrieben über diese Stadt, ihre engere und weitere Umgebung.

Literaturbeispiele:

 

  • Oberschlesische Prosa (1950), Erzählung, in: Vor Augen, Esslingen, 1955
  • Gedichte:
  • Durch die Basaner Heide, Die Rauchfahne, Esslingen, 1953
  • Verlorene Stadt, in Die Rauchfahne, Esslingen, 2. Aufl. 1956
  • Zurückdenkend, Klartext, Hamburg,1966

 

  • Mächtiges Erinnern Porträt der schlesischen Stadt Kreuzburg     

            in: Die Welt, Nr. 211, 10.09.1966, S. VIII
            (erschienen auch unter dem Titel „Faustskizze“ in:                                    Liebeserklärungen, Hoffmann und Campe, 1969)    

 

  • Autobiografisches Roman: Zeit meines Lebens, Würzburg, 1984

           Der Roman beginnt so:

„Es war der 15. November 1925, als ich, wie mir meine Mutter erzählte, um sechs Uhr morgens zur Welt kam. Das Mietshaus mit der Parterrewohnung meiner Eltern lag noch im Stockdunkeln. Der Ort hieß Kreuzburg O/S….“

 

  • Poem Oderabwärts, in: Neue Umlaufbahn, Würzburg, 1998
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© Anton Hirner