Literaturgeschichtliche Einordnung

Heinz Piontek ist heute beinahe in Vergessenheit geraten. Neuere bzw. neueste literturgeschichtliche Darstellungen oder literaturwissenschaftliche Untersuchungen sowie Literturgeschichten für den schulischen Gebrauch widmen sich dem Autor mit dem ihm und seinem Werk gebührenden Raum eher zögerlich. Doch finden sich vereinzelt wieder Spuren seines Werks, sogar in neueren Schulbüchern.

Dagegen gibt es in früheren literaturgeschichtlichen Darstellungen, u.a. in Walther Killys Literaturlexikon, in Annette Deekens Beitrag  "Heinz Piontek" im "Kritische[n] Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur" (hrsg. von H.L. Arnold) ausführlichere Würdigungen.

Der literarische Rang des Autors ist ja unbestritten, wird aber dennoch äußerst kontrovers diskutiert. Wie erklärt es sich, dass einer der am meisten ausgezeichneten und geehrten Autoren heute kaum noch Beachtung findet. Welchen Einfluss hatte und hat die Literaturkritik, zumindest Teile davon? Wie erklärt sich das Nebeneinander von Lob und Verriss?

 

Diesen Fragen nachzugehen sollte auch Aufgabe der Literaturwissenschaft sein, die sich bislang doch noch zu wenig um Heinz Piontek gekümmert hat. Vielleicht bietet sich mit der Homepage ein Anreiz, sich näher mit dem Dichter zu beschäftigen.

Nicht um jeden Preis - Piontek und die Anthologie "Außerdem"

Piontek an H.Dollinger, 15.2.1967 (1); © Heinz Piontek-Archiv, Lauingen

Die Anthologie „Außerdem“ minus Piontek


Fraglos ist Piontek in zahlreichen Anthologien vertreten; seine Mitarbeit und sein Zugeständnis, Texte freizugeben, unterliegen aber von ihm gesetzten strengen Maßstäben. Beispielsweise zeigt dies die Korrespondenz zwischen dem Buchhändler, Schriftsteller und Sachbuchautor Hans Dollinger und Heinz Piontek im Jahre 1967.


Piontek ging literarischen Moden und Trends aus dem Weg und war skeptisch gegenüber der „engagierten Literatur“, die insbesondere in den 60er Jahren von der damals omnipräsenten Gruppe 47 beherrscht wurde.
Piontek wollte sich keiner Gruppe anpassen, um frei zu sein von Programmen und Richtungen. Der Kontakt, die Korrespondenz mit befreundeten und dichterisch verbundenen Autoren waren ihm jedoch sehr wichtig.


Und auch Pionteks Bereitschaft, Texte für Anthologien freizugeben, sich also als bedeutender Autor der Gegenwart in Anthologien wiederzufinden, knüpft er selbstbewusst an Voraussetzungen und Bedingungen, die unmissverständlich formuliert werden.

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Heinz Piontek und die Lyrik nach 1945

Zunächst und ganz bewusst vorangestellt:  Was hält der Autor selbst für wegweisend? Welche Werke gelten für ihn als Wegmarken, sind repräsentativ für Schaffensphasen? Piontek selbst gibt Antworten, macht Vorschläge, wählt aus und sichtet.

 

Kenntnisreich und pointiert wird in einem Aufsatz Pionteks Lyrik zwischen 1950 und 1975 dargestellt.

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Heinz Piontek im Fernsehen und auf Schallplatte

Dass Heinz Piontek einen bedeutenden Platz in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur einnahm, kann man auch daran erkennen, dass er in mehreren Fernsehsendungen zu sehen war und in einer Schallplattenedition mit vielen namhaften Dichtern vom beginnenden 20. Jahrhundert bis zu den 70-er Jahren aufgenommen wurde. Über die Produktion des ZEITmagazins "Stimmen der Dichter" sowie über die Fernsehsendungen informieren Sie sich in der Bibliographie oder in der Rubrik "O-Ton".

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Publikationen weltweit

Die Bienen - Übersetzungen eines Gedichts

Dass sich Piontek nicht nur in der deutschsprachigen Literaturlandschaft einen Namen gemacht hat, kann man auch daran erkennen, dass seine Werke in viele Sprachen übersetzt wurden.

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